Donnerstag, 31. Mai 2007

Frühling, Heuschnupfen und Regen

Zum Thema "Natur bewusst wahrnehmen" fiel mir spontan der Frühlingsbeginn ein. Wenn es etwas wärmer wird, die Tage länger, dann beginnt es allmählich nach Frühling zu "riechen". Die Vögel zwitschern immer früher, es wird grün und grüner und blumig. Nicht nur, dass es nach dem Lenz riecht, er hört und fühlt sich auch anders an. Als würden wir aus dem Winterschlaf erwachen, gehen wir wieder vermehrt auf die Strasse, sind freundlicher, es wird mehr gegrüsst und die Liebe entfacht erneut. Na ja, vielleicht etwas zu philosophisch, aber es hat was.
Die Pflanzen beginnen zu blühen. Das Gras wächst, die Pollen fliegen umher und reizen meine sensible Nase. Hatschiiiii.....


Ach, wie herrlich der Frühling ist da!


Schlaflose Nächte, geplagt von Juckreiz im Hals folgen. Das raubt mir auch noch die letzte Energie. Und das alles ohne Strom und Technik. Ausserdem kostet es nichts und ist auch nicht umweltschädlich. Noch nicht einmal ansteckend...
Was für eine Energieverschwendung! (Das wäre doch die Idee für die erneuerbaren Energien, oder? Es fehlt nur noch ein Erfinder, der ein Gerät entwickelt, dass diese Energie umwandelt in nutzbare Energie)

Dann endlich Pfingsten! Es riecht nach Regen, der Segen für alle Heuschnupfengeplagten. Aber ist es wirklich der Regen den man riecht?
(Meiner Meinung nach, riecht der Beton/Asphalt der Strasse, wenn Feuchtigkeit auf dem heissen Belag verdampft. Warum sonst riecht man es nur an heissen Tagen?)
Das zu diskutieren verbraucht mindestens genausoviel Energie, wie ein Nieser. Egal, der Regen kommt und alles wird gut. Zumindest für einen winzigen Moment!
Das ist Natur pur!

Dienstag, 29. Mai 2007

Ich bin dagessesen


Ich bin dagesessen und habe gelauscht. Auf die Vögel, die pfiffen. Auf das Bächlein, das rauschte. Und die Bäume, die sanft im Wind wiegten.
Ich bin dagesessen und habe beobachtet. Die Wolken, die vorbeizogen. Die Sonne, die dazwischen hervorlugte. Und die Aussicht, die da war.
Ich bin dagesessen und habe gefühlt. Der Wind, der mein Körper trocknete. Das Gras, das zwischen meinen Zehen kitzelte. Und die Sonne die meinen Körper wärmte.
Ich meine, mein verlängertes Wochenende war geprägt von Empfindungen mit der Natur. Wir haben eine Alphütte gemietet und haben unser Wochenende da oben gleich neben dem Waldrand mit grillieren und so verbracht.
Und das ganze Wochenende hat mich die Frage beschäftigt, was dieses bewusste Wahrnehmen der natur in mir auslöst und was es mir bedeutet. Und was mich am meisten beschäftigt hat, war die Frage was diese Fragen wohl mit unserem Gruppenblogthema (Energie) zu tun haben könnte.
Antworten habe ich keine gefunden. Sie haben mich auch nicht wirklich beschäftigt. Ich habe den neuen Wochenimpuls erst heute Morgen gelesen.
Und wie bin ich froh, habe ich ihn erst heute Morgen gelesen. So könnte ich mein Wochenende verbringen ohne Hintergedanken, gesuchten Verbindungen zum Gruppenblogthema und dem Zwang etwas Wohltönendes und Stimmiges zu formulieren.

Besucherin oder Angehörige?

Ganz in der Nähe unseres Hauses befindet sich ein kleines Naturschutzgebiet. Bei schönem Wetter gehe ich gerne dort spazieren oder setze mich an meinen Lieblingsplatz am kleinen See um ein wenig zu entspannen. Die kleinen Ausflüge dorthin sind für mich jeweils eine Auszeit von all dem Stress und der Hektik, welche momentan vor allem von der PHR ausgelöst werden. Die Geräusche des Wassers und der Tiere, die dort leben, haben eine beruhigende Wirkung auf mich. Es gelingt mir dann jeweils abzuschalten und einfach nur zu schauen, was sich um mich herum befindet. Spannend ist auch, dass man sehr viele verschiedene Tiere sehen kann, wenn man weiss, wo man sie suchen muss.

Dass ich nur ein ganz kleiner Teil der Natur bin, wird mir immer dann bewusst, wenn ich Berichte über Naturkatastrophen sehe. Obwohl wir Menschen sehr viele nützliche Dinge erfunden haben und uns bereits sehr viel Wissen aneignen konnten, sind wir machtlos bei solchen Katastrophen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Natur beweist uns so immer wieder, dass wir eben nur ein Teil von ihr sind und sie nicht steuern können.

Verbunden fühle ich mich mit der Natur insofern, dass sie meine Befindlichkeit zum Teil erheblich beeinflussen kann. Wenn ich früh Morgens aufwache und sehe, dass draussen die Sonne scheint, starte ich meist motiviert und gut gelaunt in den Tag. Liege ich aber Morgens im Bett und höre, dass es draussen stürmt und regnet, habe ich eher das Bedürfnis, mich den ganzen Tag im Bett zu verkriechen, als mich aufs Velo zu setzen und in Richtung Schule zu fahren. Auch meine gute Laune leidet jeweils sehr bei Regenwetter.

Den grössten Teil der Zeit bewege ich mich aber durch die Natur und bin mir nicht direkt bewusst, dass ich eigentlich auch dazu gehöre und ein Teil von ihr bin. Meistens fühle ich mich eher als Besucherin und Zuschauerin und nicht als Angehörige oder dazugehörend.

Montag, 28. Mai 2007

7. Wochen-Impuls/ Woche 22 (22. Mai - 2. Juni)

Meine Beziehung zur Natur
Über Pfingsten habe ich vielleicht die Möglichkeit, Natur wieder ganz anders und neu zu erfahren. Ich nehme mir diese Woche ganz bewusst Zeit, mich „in die Natur zu setzen“ (am See, an einem Bach, unter einen Baum, in die Sonne, mit dem Blick in die Ferne) und sie still wahr zu nehmen. Was löst dieses bewusste Wahrnehmen von Natur in mir aus? Was bedeutet es mir, dass ich Teil dieser grossen Natur bin? Wie fühle ich mich mit ihr verbunden?
Was bedeutet dies in Bezug auf unser Gruppenblogthema?

Freitag, 25. Mai 2007

Horizonterweiterung der Schüler

Ich hätte nicht gedacht, dass man so viele verschiedene Themen der Agenda 21 in der Schule einbringen könnte. Otto Herz’s Liste ist lang und ich möchte nur einige seiner Beispiele herausnehmen: Veränderung der Konsumgewohnheiten, Bekämpfung der Entwaldung, Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft, Schutz der Ozeane, umweltverträglicher Umgang mit festen Abfällen, …

All diese Themen und viele mehr lassen sich je nach Schulstufe einfach oder tief mit den Schülern bearbeiten. Es ist nicht schwierig einen Bezug zum Leben und der Umwelt der Schüler zu finden. Die Fragen, die Otto Herz zusätzlich in seinem Artikel stellt, können meines Erachtens genau so in den Unterricht eingebaut werden:
- Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
- Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?
- Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Auf ein konkretes Beispiel zu unserem Blogthema angewendet könnte dies z.B. heissen:

- Wie hat sich das Auto in den letzten 100 Jahren entwickelt; hier und in anderen Teilen der Welt? Initiativen gegen die Luftverschmutzung, Öko-Autos, etc.
- Was sind die Folgen in den Ländern, die sich nicht um umweltfreundliche Autos kümmern? Was bewirkt der Benzinpreis in den verschiedenen Regionen? Was für Auswirkungen hat dies auf die Länder?
- Ist es gerecht, dass im einen Land die Menschen mit Porsche, Mercedes und BMW umherfahren, ganz viel Treibstoff verbrauchen und die Luft verpesten während in anderen Ländern kaum genug Geld vorhanden ist für das tägliche Leben?

Ich denke, es ist wichtig, dass sich die Schüler Gedanken machen, was auch um sie herum passiert, dass sie ihren Horizont öffnen und nicht nur in ihrer kleinen Welt leben, in der sie tun und machen können, ohne dass es etwaige Folgen hat.

Visionen haben und angehen

Dieser Artikel von Otto Herz hat verdeutlicht, dass Nachhaltikeit und zur Umwelt sorge tragen nicht eine Frage des Alters ist. Natürlich können nicht alle Themen gleichgut behandelt werden.
Was ich für mich mitnehme ist die Idee, mit der ganzen Schule ein Thema zu bearbeiten. Jede Alterstufe trifft sich und vertieft sich in einen Themenbereich, dabei erfahren sie die Auswirkungen des Handelns. Wenn man nun gemeinsam ein Projekt angeht, in dem man versucht etwas zur Verbesserung der Welt beizutragen, dann tut man nicht nur etwas gutes für andere, sondern auch für sich. Das Gemeinschaftsgefühl und Zusammengehörigkeitsgefühl der Schule, der Klasse, der betreffenden Personen wird gestärkt.
Um Geld für die Unterstützung Benachteiligter zu sammeln gibt es einige Möglichkeiten: ein Spendenlauf, ein Flohmarktverkauf oder ein Auftritt (Theater, Musik, Sketche...) mit Kollekte oder kleinem Eintitt. Und das mit geringem Aufwand im Verhältnis zur Wirkung. Natürlich ist die Schule nicht zuständig, die ganze Armut zu bekämpfen, aber sie soll darauf hinweisen. Weiter soll sie Möglichkeiten zeigen und in Angriff nehmen, die die Armut bekämpfen. (nicht omnipotent, aber erst recht nicht impotent!)
In der einzelnen Klasse ist es auch möglich eine Verzichtwoche zu veranstalten. Jedes Kind verzichtet eine Woche lang auf etwas. Fernsehschauen, Internet und Strom sparen, Lebensmittel aus dem Ausland, ect. Da gibt es viele Möglichkeiten. Danach soll eine Auswertung stattfinden und Auswirkungsmöglichkeiten auf die Gesellschaft erarbeitet werden.
Dies alles funktioniert nur, wenn die ganze Schule, die Klasse, jede einzelne Person eine Vorstellung hat, wie die Welt ohne (Bsp Armut) ausehen könnte. Denn das ist das Ziel, das angestrebt wird.
„Wenn das leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv sich anzustrengen.“ (Erich Fromm)

In andere Welten schauen

Je länger ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetze, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass diese Thematik in der Schule unbedingt behandelt werden muss. Otto Herz drückt dies folgendermassen aus: „Wir müssen uns die Bandbreite der Differenz der sozialen und kulturellen Welten in der einen Welt bewusst machen und je für sich entdecken, wo Chancen und Risiken liegen.“
Die Kinder sind die Zukunft und je früher sie nachhaltiges Handeln lernen, desto besser. Es gibt diverse Möglichkeiten dies im Unterricht umzusetzen. Otto Herz formuliert in seinem Text drei Fragen:

1. Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt
2. Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt
3. Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Übertragen auf unser Blogthema könnte das im Unterricht zum Beispiel folgendermassen aussehen.

1. Wie wurden Züge früher betrieben? Wie geschieht dies heute? Wie werden die Leute in armen Ländern transportiert? Wie funktioniert dort die Eisenbahn?
2. Was geschieht, wenn auch in den armen Ländern mit der elektrischen Energie so umgegangen
wird, wie bei uns?
3. Wie geht es dann den Menschen hier und sonst auf der Welt? Gibt es Gegenden die besonders
stark betroffen sind von den Auswirkungen?

Wichtig schein auch, dass allfällige Resultate der Arbeit im Unterricht an die Öffentlichkeit getragen werden. Beim oben aufgeführten Beispiel könnten dies, von den Kindern gemalte Bilder sein, welche die Auswirkungen von massivem Konsum an Atomstrom aufzeigen. Als Gegensatz dazu, wäre es interessant zu zeigen, wie die Welt aussähe, wenn man ab sofort auf Strom aus erneuerbaren Quellen umstellen würde.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Sind wir Menschen zu schwach?

„Im Moment bin ich vor allem durch das viele posten und befassen mit dem Thema motiviert.“ (Aus dem Post http://energie-verbrauchressourcen.blogspot.com/2007/05/meinedeineunsere-lebensqualitt.html).

Mir ist dieser Satz ins Auge gestochen, da er eines unserer Ziele, welche wir mit dieser Art des Modulnachweises erreichen wollen, ausdrückt. Sie setzen sich intensiv mit der Thematik auseinander und hinterfragen sich!
Sie beschreiben in Ihren Post diverse gehaltvolle Gedanken und Beispiele und einige Textstellen drücken aus, dass eine Auseinandersetzung mit „nachhaltig leben“ herausläuft auf das Finden einer Balance zwischen verschiedenen Tätigkeiten, Bedürnissen und Visionen.

Sobald ich als Mensch auf der Erde bin, bin ich ein Teil des Systems und könnte mich als „Störfaktor“ betrachten. Ich „benutze“ diesen Planeten unweigerlich.... und „schädige“ das System....nein, ich verändere es einfach mit!
Es wird sehr schwierig, wenn ich aufgrund der möglichen „Planetenbelastung“ durch die Glaceherstellung tapfer sein muss, um ein Glace zu essen.

Wie Frau Künzli in der Veranstaltung vom 21.5.07 jedoch auch betont hat, geht es bei BNE nicht absolut darum, „gutes oder richtiges“ Verhalten zu proklamieren, sondern vor allem darum, Perspektiven wechseln, abwägen und im eigenen Kontrollbereich Verantwortung übernehmen zu können....wobei es in meinem Kontrollbereich liegt, ob ich ein Glace esse oder nicht!
Eine differenzierte Auseinandersetzung tut not; Ihre Beispiele betreffen unser aller Leben, oder gibt es welche unter uns, welche keinen Kaffee, keine Schokolade oder kein T-Shirt BRAUCHEN?...Und ich frage mich selber natürlich auch viele Male, wie es wäre, beispielsweise KONSEQUENT aufs Auto zu verzichten und den armen Organismen in der Tiefe der Erde ihre Ruhe zu lassen! - Dies bedeutete dann eigentlich auch, dass ich beispielsweise das „VS Welt erleben und entdecken“ anders konzeptionieren müsste, und es stellt sich hier sicherlich die Frage, warum denn eigentlich nicht!

Wie aber doch einige Ihrer Textstellen auch ausdrücken, sind wir Menschen in der Verfolgung einer konsequenten Haltung nicht unfehlbar...oder könnte man sagen, schwach?
Ich glaube daran, dass jeder Mensch seine Schwächen hat, aber auch seine Stärken und so auch die Menschheit als Ganzes!

Montag, 21. Mai 2007

Schokolade

Gründe für die Auswahl des Plakates
- gemeinsames Interesse am Thema
- Aktualität des Themas

Unterschiede BNE zu normalem MU Unterricht
- verschiedene Sichtweisen werden einbezogen und sogar als Ziel formuliert
- es gibt nicht nur eine richtige Sichtweise
- Vernetzung wird in Ziele miteinbezogen
- Diskussion hat grossen Stellenwert
- Streitgespräche mit Pro- und Contraargumenten  führt zu Verständnis der verschiedenen Parteien, Sichtweisen

Teilkompetenzen
- b. 1)
- b. 2) versch. Sichtweisen kennen und Diskutieren, Lebensumstände von Akteuren kennen und vergleichen
- b. 6) Diskussion über mögliche Lösungswege
- c. 1) Diskussion über mögliche Lösungswege
- c. 2) Diskussion über mögliche Lösungswege
- c. 4) Diskussion über mögliche Lösungswege
- c. 5) durch Perspektivenübernahme in Streitgesprächen
- d. 3) Sensibilisierung für „richtige“ Produkte
- e. 1) Suche nach versch. Sichtweisen
- g. 1) Streitgespräche
- g. 3) Versch. Sichtweisen der Akteure führen zu unterschiedlichen Lösungen
- g. 5) Eigene Meinung und Ideen einbringen

Didaktische Prinzipien und Methoden
- entdeckendes Lernen ??
- vernetztes Lernen : Perspektivenübernahme
- Zugänglichkeit: Alltagsbezug
- Partizipationsorientierung: eigene Handlungsmöglichkeiten
- Verbindung von versch. Lernen
Methode: Streitgespräche, Diskussionen, Podiumsdiskussionen

Weiterentwicklung des Thema
Handlungsorientierung
- Kakao von Majas und Heute unterscheiden (herstellen, trinken)

Visionsorientierung
- Was wäre, wenn alle nur noch Max Havelar Produkte kaufen würden
- Wie kann man Menschen dazu bewegen?
- Wie können die Preise gesenkt werden?
- Was wäre, wenn Schokolade gratis wäre?

6. Wochen-Impuls / Woche 21 (21.-26.5.)

Artikel von Otto Herz: Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen
Lesen Sie in dieser Woche den Artikel von Otto Herz, der als Zusatzliteratur für die Diplomprüfung auf dem BSCW Server im Ordner Diplomprüfung abgelegt ist. Welche Impulse gibt dieser Artikel mir für meinen zukünftigen Unterricht? Kann er mir auch für unser Blogthema Erkenntnisse und Impulse vermitteln?

Freitag, 18. Mai 2007

Natur, Kinder und andere Motivationsgründe

Nachhaltig zu handeln ist in der heutigen Zeit wichtig. Aber was motiviert einen eigentlich, an die Zukunft und an andere zu denken?
Ich finde es wunderschön an einem sonnigen Tag einen Spaziergang in der Natur zu unternehmen. Allgemein halte ich mich sehr gerne in der Natur auf. Ob dies bedingt ist durch meine langjährige Pfadfinder-Tätigkeit kann ich nicht sagen, aber sie hatte sicherlich einen Einfluss auf mich. Ich finde es wichtig, dass Kinder schon früh die Natur kennen und schätzen lernen. In der Pfadi, Blauring, Cevi oder was auch immer ist dies sicher ein guter Weg. Wer viel in der Natur ist, möchte sie auch erhalten. Dies ist allgemein ein grosser Motivationsfaktor für mich. Meine Kinder und Kindeskinder sollen auch noch etwas von unserer Umwelt haben, so wie wir sie jetzt noch erleben dürfen. Ich möchte nicht, dass sie diejenigen sind, die unter unseren Fehlern und unserem Fehlverhalten leiden müssen.
Abgehalten vom nachhaltigen Handeln werde ich oft von meiner Bequemlichkeit. Es ist doch viel einfacher mit dem Auto in die Schule zu fahren wenn man die Möglichkeit hat, die lange, heisse Dusche am Morgen ist ein Muss, sonst wird man nicht richtig wach und Hobbies sind leider auch nicht immer sehr Nachhaltig (im Hallenbad muss geheizt werden, GoKarts sind nicht gerade umweltfreundlich und bei den meisten Sportarten muss eine Halle geheizt und beleuchtet werden etc.). Aber natürlich versuche ich auch mein Verhalten und meine Hobbies ein wenig nachhaltiger zu gestalten; das Auto habe glücklicherweise nur sehr selten von meinen Eltern zur Verfügung, die Dusche ist unterdessen mit einem Wassersparkopf versehn (mehr Druck & gleichzeitig weniger Wasserverbrauch!!!), Baden geh ich im Sommer im See und Sport versuch ich mehrheitlich Draussen zu machen. Ob ich mich aber auch wirklich an meine Vorsätze halte bleibt eine Frage meines Motivationsvermögens.. Aber ich kann mir immer wieder ein Beispiel an meinem Mitbewohner nehmen (er hat bei footprint.ch nur 1.3 Erden verbraucht und handelt wirklich SEHR nachhaltig!!) und so wird meiner Motivation immer wieder ein kleiner Schub versetzt.

Dienstag, 15. Mai 2007

Nachhaltiges Verhalten leicht gemacht

Es gibt mehrere Dinge, die mich zu nachhaltigem Verhalten motivieren. Ich habe hoffentlich noch einige Jahre Leben vor mir und möchte in Zukunft nicht unbedingt mit Gasmaske und Schutzanzug ausgerüstet spazieren gehen müssen. Zu meiner Zukunftsplanung gehört auch eine Familie mit Kindern. Auch meine Kinder sollen noch draussen spielen dürfen und die Natur geniessen können, ohne sich vor Gefahren, welche von früheren Generationen verursacht wurden, fürchten zu müssen. Als Lehrperson möchte ich ein Vorbild sein für meine Schülerinnen und Schüler und sie durch mein nachhaltiges und umweltbewusstes Verhalten auch dazu anregen.
Durch die momentane Auseinandersetzung mit diesem Thema wird mir immer mehr bewusst, wo ich mein Verhalten verbessern kann. Vor allem innerhalb des Klassenzimmers werde ich mir in Zukunft Mühe geben, möglichst nachhaltig zu Handeln. Dies beginnt für mich zum Beispiel schon beim Umgang mit den Gouache Farben. Schon in den Praktika habe ich darauf geachtet, dass mit den Farben möglichst sparsam umgegangen wird. Dazu habe ich den Kindern im Vorneherein erklärt, wieso die Verschwendung der Farben vermieden werden sollte.
Den Schwerpunkt in Sachen Nachhaltigkeit werde ich später im Unterricht beim sparsamen Umgang mit Materialien setzten. Die Kinder sollen lernen, achtsam mit verschiedenen Dingen umzugehen und diese so sparsam und nachhaltig wie möglich zu nützen.

Leider gibt es auch viele Dinge, die mich von nachhaltigem Verhalten abhalten. Ich musste feststellen, dass dies meist nur Gewohnheiten sind, welche sich über die Jahre hinweg so ergeben haben. Ich habe in den letzten Tagen versucht, meine unnachhaltigen Gewohnheiten zu ändern. Dies fällt mir aber schwerer, als ich gedacht habe.

Besonders viele meiner unnachhaltigen Gewohnheiten haben mit unnötigem Energieverbrauch zu tun. Wie etwa die Angewohntheit, Geräte auch wenn sie ausser Betrieb sind auf Standby zu schalten, statt sie ganz auszuschalten. Oder den Akku meines Laptops eingesteckt zu lassen, ohne den Laptop angeschlossen zu haben. Diese Kleinigkeiten lassen sich leicht ändern, aber es ist schwierig dauernd daran zu denken.
Ich denke, je einfacher es einem gemacht wird das Verhalten zu ändern, desto eher tut man es. Das heisst, wenn in der Gesellschaft etwas umfassend geändert werden soll, müssen möglichst einfache Lösungen dafür ausgearbeitet werden.

Meine/Deine/Unsere Lebensqualität

Im Moment bin ich vor allem durch das viele posten und befassen mit dem Thema motiviert. Ansonsten gibt es ja einfach Dinge, die sich so eingspielt haben. Warum ich gradie dies oder das so mache, lässt sich nicht immer sagen. es ist halt Routine.
Gut, ich weiss, dass es Produkte gibt, die die Natur nicht gut selber abbauen kann, deshalb werfe ich auch keine Gegenstände einfach irgendwohin. Zum Glück gibt es dafür in der Schweiz Massen an Abfalleimern.
Wenn eine Motivation besteht, dann die, dass ich schön leben möchte, alles geniessen, ruhig einatmen ohne Bedenken, ohne Angst und Sorgen. Dafür braucht es ein Miteinander. Wenn alle der Natur sorge tragen würden und sich für die Erhaltung einsetzen würden, dann wäre es doch die ideale Welt. (?) Dann dürfte es auch keinen Hass, Streit und Krieg geben, denn meistens wird dadurch ein Stück Lebensqualität zerstört. Mit dem Begriff Lebensqualität werden üblicherweise die Faktoren bezeichnet, die die Lebensbedingungen in einer Gesellschaft oder für ein Individuum ausmachen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit Qualität des Lebens vorwiegend der Grad des Wohlbefindens eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen beschrieben. Ein Faktor ist der materielle Wohlstand, daneben gibt es eine Reihe von weiteren Faktoren wie Bildung, Berufschancen, sozialer Status, Gesundheit etc. (http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensqualität
Was heisst denn Lebensqualität für mich und ist das mit der Nachhaltigkeit vereinbar? Ich denke, das lässt sich sehr wohl vereinbaren. Wenn die Menschen im Einklang mit der Natur sind, dann ist auch die Lebensqualität hoch. Ich fühle mich wohl, wenn ich frische Luft einatmen kann oder wenn die Sonne meinen Körper erwärmt. Aber es wird mir und vielen weiteren Menschen unbehaglich, wenn die Angst dazu kommt. Beispiel: "Au, jetzt habe ich diesen Rauch eingeatmet! Muss ich jetzt sterben?" Oder "Was soll ich jetzt Sorge tragen. In 50Jahren gibt es die Welt sowieso nicht mehr!"
Durch die vielen Lügen der Politiker, der Macht- und Geldgierigen ist man verunsichert. Was stimmt, was nicht? Das wirkt sich auch auf die Lebensqualität aus. Man lebt nicht mehr so unbeschwert...

Montag, 14. Mai 2007

5. Wochen-Impuls / Wo 20 (14.-19. Mai)

Was motiviert mich, nachhaltig zu handeln? Die Schönheit der Natur, das Leben, mein Leben, mein Verantwortungsgefühl, bestimmte Erfahrungen, die Nachgeborenen, ...? Was hält mich vom nachhaltigen Handeln ab?
Welche Relevanz hat diese Frage in Hinblick auf unser Gruppenblogthema?

Freitag, 11. Mai 2007

Sonntag im Sommer


Wir waren gestern in Konstanz. Wart ihr schon mal an einem sonnigen Nachmittag in Konstanz? Seid durch die malerischen Strassen gewandert, habt die Kirchen und Bauten bewundert und seid schliesslich mit einer Glace auf eine Wiese am See gesessen?
Das war ja alles schön und gut, bis mir, der ich seit einigen Wochen auf nachhaltige Zukunft getrimmt bin und alles mit einem Auge zurück und nach vorne hinterfragen muss, in den Sinn gekommen ist, durch wie viele Hände diese Glace nun wohl gewandert ist, bis sie den Weg zu mir gefunden hat. Sogar die Glace wird einem verdorben. Ich habe sie dann aber doch tapfer zu Ende gegessen.
Überlegen wir uns der nachhaltigen Zukunft halber doch noch, wo sie überall war. Die Anfänge nahm sie bei der Kuh. Über den Bauer gelangte sie in die Molkerei, von wo sie in die Verteilzentrale und schliesslich in die Fabrik kam, wo sie verarbeitet, gefroren und wieder verteilt wurde. Von der neuen Verteilerzentrale ging es über Lastwagen in die Ladenkette und von da zum einzelnen Laden.
Ich werde sie nun verdauen und ausscheiden. Danach geht kommt sie in die Kläranlage und von da als Dünger wieder auf die Wiese. Meine Kuh frisst das Gras macht Milch daraus und ich esse es dann wieder. Der Kreis schliesst sich. Und die Zukunft wird nachhaltig.

Auto fahren?

Ausnahmsweise kann ich diese Woche das Auto meiner Eltern benutzen. Doch das Benutzen des Autos hat auch seine Nachteile. Ich brauche Benzin. Erdöl. Fossile Brennstoffe. Wer hat alles dafür gesorgt, dass ich heute so unbeschwert das Auto brauchen kann und mir momentan noch keine Gedanken über den Antriebsstoff machen muss?
Als erstes waren da wohl viele kleinere und grössere Tiere, Pflanzen und sonstige Organismen, welche vor Millionen von Jahren gelebt haben. Diese hatten sicherlich einen grossen Aufwand, um den jeweiligen Tag zu überstehen. Als sie dann jedoch trotzdem dahingerafft wurden (zum glück, wie sollte ich sonst mit meinem Benzinauto fahren? :) ) übernahm die Erde einen grossen Teil des Aufwands um mich näher an mein Benzin zu bringen. Mit viel Zeit und Druck wurde langsam aus den lieben Urzeittierchen eine schwarze, zähflüssige Masse.
Viele, viele, viele Jahre später kommen nun Wesen die auf zwei Beinen gehen können, die aber überhaupt nichts mehr mit den Urtierchen gemeinsam haben (grösster Unterschied: sie leben noch) und pumpen diese schwarze Masse mittels langer Rohre und Bohrer ab. Zum Glück spüren die Urzeittierchen unterdessen nichts mehr und die Arbeit dieser Wesen kann unbeirrt fortgeführt werden. Doch diese Arbeit ist anstrengen und manchmal auch gefährlich. Nicht für diejenigen Wesen, welche in Häusern sitzen und komische Kasten mit blinkenden Lichtern betreuen. Aber es gibt solche, die müssen direkt bei der schwarzen Masse arbeiten und es kann schon mal passieren dass sich diese schwarze Masse entzündet und dann alles ganz ganz heiss wird, was den Wesen die nicht in den Häusern sitzen nicht wirklich gefällt.
Nun ja, ist die schwarze Masse erst einmal abgepumpt, wird sie mittels Pipelines an verschiedene Orte gebracht. Auch dies ist ein Aufwand und es gibt Wesen, nennen wir sie um es einfacher zu machen „Menschen“, die auch für dies verantwortlich sind. Nun denn, die Reise geht weiter und zwar in grosse Häuser, in so genannte Raffinerien wo die schwarze Masse, welche man in der neuen Zeit „Erdöl“ nennt, in verschiedene Produkte umgewandelt wird. Auch in diesen Raffinerien arbeiten Menschen. Ein weiterer Arbeitsschritt also. Aus den Raffinerien kommt nun mein fertiges Endprodukt, das Benzin, mittels Tanklastwagen (und dem Tanklastwagenchauffeur) zu den Tankstellen, wo ich mein Auto auftanken und an die PHR fahren kann. Was für ein langer und zeitaufwändiger Weg des Erdöls für die kurze Strecke nach Rorschach!

Ach ja, den Weg des Erdöls in die Schweiz ist auf folgendem Link gut dokumentiert: Weg des Erdöls in die Schweiz

Die Kafi-Energie

Kaffee wissen wir ja alle, wird in der Schweiz nicht angebaut. Also muss ich wohl oder übel auf Ausländischen zurückgreifen. Na ja, das fällt mir ehrlichgesagt überhaupt nicht schwer. Die dunklen Bohnen aus Ecuador und Costa Rica riechen einfach so aromatisch, erfrischend, erweckend, aufmunternd und frisch. Mmmmmh....
Reisen wir mal in diese Länder... Die Kaffeebohnen werden auf den Plantagen gepflückt, geputzt, getrocknet, von den Hülsen befreit und abgepackt für den Transport. Zum Teil wird noch vieles von Hand gemacht oder mit einfachen Mitteln, die keine Energie verbraucht, ausser Schweiss. Aber was danach kommt übertrifft alles. Für den Transport, egal ob mit Schiff, Flugzeug oder Lastwagen wird enorm viel Energie verbraucht. Aber damit ist es nocht nicht fertig. Am Zielort erst angekommen werden die gewünschten Sorten gemischt, mit einer Maschine gemahlen und ebenfalls maschinell abgepackt. Und es geht noch weiter... Die Beutel, Kapseln, Kartons und Gläser mit den verschiedenen Etiketten, die nicht von Hand hergestellt werden, fressen ebenfalls Strom und was auch sonst noch. Danach wird der Kaffee in den Laden mit dem Lastwagen gebracht. Oh, das heisst, wenn ich Kaffee trinke, unterstütze ich auch noch den Verbrauch der Ölressourcen und die Verschmutzung der Umwelt.
Dafür ist der Kaffee jedoch sehr billig. Und ob die einzelne Bohne die Energie an mich weitergibt, wie sie für die Herstellung von dem geliebten Getränk frisst, ist zu bezweifeln. (und von kurzer Dauer.)

Dienstag, 8. Mai 2007

Mein simples, 15-fränkiges T-Shirt

Heute Morgen stand ich wie immer ratlos vor meinem Kleiderschrank und fragte mich, was ich wohl anziehen soll. Dabei sind mir die verschiedenen Materialien und Stoffe meiner Kleider aufgefallen. In diesem Moment habe ich beschlossen, meinen Post für diese Woche einem simplen, 15-fränkigen T-Shirt zu widmen.

Den Anfang des Netzwerks bildet das Pflücken der Baumwolle in China, USA, Indien, Pakistan, Griechenland, Ägypten usw. Diese Fasern werden gereinigt und in einer Spinnerei zu einem Garn versponnen. In einer Stickerei wird daraus ein Stoff erzeugt. Danach werden je nach Kollektion mit Hilfe eines Schnittmusters einzelne Teile aus der Stoffbahn geschnitten und zu einem T-Shirt vernäht.
Damit mein T-Shirt nicht in langweiligem Baumwollweiss daher kommt, muss es noch eingefärbt und bedruckt werden. Nun ist mein T-Shirt zwar fertig hergestellt, aber immer noch nicht in meinem Kleiderschrank. Es wird an den Laden geliefert und dort ins Gestell eingeräumt. Irgendwann später empfinde ich es als praktisch und einigermassen passend und kaufe es.

Schlussendlich haben sehr viele Leute für meine 15.- gearbeitet. Die Baumwollpflückerin in Griechenland, jene Leute, welche die Maschinen in der Reinigung, der Spinnerei und der Stickerei überwachen und betreuen. Die Näherin, welche mein T-Shirt zusammengenäht hat und auch jene Leute, welche für die Färbung, die Bedruckung, die Auslieferung und das Einräumen der Ladenregale verantwortlich sind.

Ich glaube kaum, dass meine 15.- für all diese Arbeit reichen!

Nun, was hat das alles mit unserem Gruppenthema Energie zu tun? Sehr viel! All die Maschinen, welche an meinem T-Shirt arbeiteten, müssen angetrieben werden, brauchen Strom, also Energie. Dazu kommt, dass mein T-Shirt mehrmals vom einen, zum anderen Ort transportiert wurde. Ob Flugzeug, Schiff oder Lastwagen, all diese Verkehrsmittel brauchen Treibstoff und viel Energie, damit sie funktionieren. Nicht zu vergessen ist auch die Energie, welche die Menschen, die das T-Shirt auf seinem Produktionsweg begleitet haben auch eine menge Energie brauchten, um ihre Arbeit korrekt zu verrichten.

Also ein riesiger Energieverbrauch für mein simples, 15-fränkiges T-Shirt.

Montag, 7. Mai 2007

4. Wochen-Impuls / Wo 19 (7.5. - 12.5.)

Vernetzungen entdecken
Diese Woche richte ich mein Augenmerk speziell auf unterschiedlichste Vernetzungen in meinem Leben.
So könnte ich mir z. B. die Frage stellen:
Wer hat für mich gearbeitet, sehr direkt oder indirekt und ich habe davon profitiert, selbst wenn ich dafür bezahlt habe? (Was war z.B. alles nötig, bis ich Elektrizität brauchen konnte? Wer alles hat einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet? Durch welche Hände sind die Lebensmittel gegangen, die ich heute genossen habe?)
Mit wem allem war ich in einer Beziehung, egal welcher Art und Intensität, die für mich irgendwie wichtig war – sei diese Wichtigkeit noch so klein? Welches war mein Beitrag für diese Beziehung?

Wie sehen die Vernetzungen unseres Gruppenblogthemas zum eigenen Leben aus?

Donnerstag, 3. Mai 2007

Energiever(sch)wender?

Meinen morgendlichen Ablauf habe ich ja bereits im ersten Post beschrieben. Doch wie geh ich den Rest des Tages mit verschiedenen Energien um?
Nun ja, wenn ich aus dem Haus und auf dem Weg zum Zug bin (was sehr nachhaltig ist, meiner Meinung nach) um mich dort mittels dem 20Min. „auf den neuesten Stand“ zu bringen, habe ich wohl noch nicht sehr viel Energie verbraucht, die irgendwie einzusparen gewesen wäre. Wenn man natürlich an die ganze Energie denkt, die bei der Herstellung einer 20Min-Zeitung verbraucht wird, kann einem schon angst und bange werden. Doch da ich natürlich auch dies Bedenke lasse ich ganz vorbildlich die Zeitung im Zug, damit sie der/die Nächste noch einmal lesen kann und der Verbrauch nicht einmalig ist. Danach geht es zu Fuss den Berg rauf. Auch hier bin ich vorbildlich. Kein Auto, kein Scooter und ich bin erst noch rechtzeitig in der Schule. Zudem brauche ich während dem Aufstieg noch Körpereigene Energie. Wie ökologisch! In der PHR angekommen ist es jedoch sehr schnell vorbei mit dem Energie sparen. Der Laptop wird meist schon in der ersten Stunde eingeschaltet und läuft mehr oder weniger den ganzen Tag. Da mein Akku am Laptop so ziemlich „am A….“ ist, muss er die ganze zeit über am Netz sein, sonst ist er innerhalb von ca. 3.5Min tot… :( Ich bin mir ziemlich sicher, dass es viel nachhaltiger wäre, wenn ich mir einen neuen Akku kaufen würde, doch leider macht mir hier mein bescheidenes Studentenbudget einen Strich durch die Rechnung. Ich denke, dies ist allgemein ein Thema, das viel mit meiner Einstellung gegenüber der Nachhaltigkeit zu tun hat. „Hätte ich mehr Geld, würde ich…“ denke ich mir oft. Dies fängt bei Bio-Food an, geht über die Möbel und allgemeine Haushaltsartikel. In dem Sinne ist mein Mitbewohner ein Paradebeispiel was Nachhaltigkeit angeht. Er kauft aus Prinzip im Yardo ein. Zuerst schaut er im Broki, ob’s etwas hat und wenn er doch mal in den Migros oder Coop geht, wird nichts aus Spanien oder den USA gekauft, sondern nur Bio oder „aus der Region“, man muss ja schliesslich auf die Anfahrtswege schauen und die hiesigen Bauern unterstützen. Nun wie gesagt, wenn ich das Geld hätte, würde ich dies sicherlich auch tun.. Aber eben.. Ein kleiner Teufelskreis...
Doch ich bin vom Thema abgekommen. Ich war bei meinem Tagesablauf. Ich denke, um es auf einen Punkt zu bringen kann ich sagen, dass ich tagsüber mit der Energie mehr oder weniger nachhaltig umgehe. Es gibt allerdings Verbesserungsmöglichkeiten, vor allem was meinen Laptop betrifft. Naja, aber niemand ist perfekt, oder?

Achtsam durch die Woche (oder einen Morgen)



Es folgt ein Rückblick meiner Woche mit dem Schwerpunkt „im Alltag auf die Umwelt achten“.

Montag:

Wie immer klingelt mein batteriebetriebener Wecker viel zu früh. Ich schalte mein Handy ein, das, wie so oft, die ganze Nacht lang am Strom angeschlossen war, damit der Akku sicher aufgeladen ist am nächsten Morgen.
--> Um das Handy voll aufzuladen müsste es nicht länger als 3 Stunden angeschlossen sein!

Dann stecke ich zwar das Handy aus, lasse das Stromkabel aber in der Steckdose stecken.
--> ist zwar sehr bequem, aber nicht gerade achtsam

Als nächstes schalte ich das Radio ein und ziehe mich an, danach schalte ich das Radio wieder aus.
--> wenn man bedenkt, dass das Ritual „Anziehen“ nicht länger als 2 Minuten dauert, ist das Einschalten des Radios eine völlig nichtsnutzige Angewohnheit.

Weiter geht’s mit Frühstück. Ich fülle ungefähr 0.5 Liter Wasser in den Teekocher und schalte ihn ein. Während das Wasser zu kochen beginnt, fülle ich mir ein Schälchen mit Kornflakes. Noch bevor das Wasser ganz kocht, fülle ich es in eine Tasse mit einem Teebeutel.
--> Ausnahmsweise mal eine Energiesparende, achtsame Angewohnheit. Ich lasse das Wasser jedoch leider nicht aus Umweltschongründen nur kurz kochen, sondern weil der Tee sonst viel zu heiss zum Trinken wäre. Dadurch würde ich wertvolle Zeit verlieren, welche ich lieber mit Schlafen verbringe. Man bedenke aber, dass meine Mutter 30min nach mir sich auch einen Tee zubereitet. Bis dann ist das restliche Wasser im Kocher bereits abgekühlt, das heisst, sie braucht nochmals Energie um das Wasser für ihren Tee nochmals aufzuwärmen. War wohl schon wieder nichts mit dem nachhaltigen Verhalten.

Während des Frühstücks passiert meist nichts was hier speziell zu erwähnen wäre.
Danach gehe ich ins Badezimmer. Zahnpasta auf Zahnbürste, Wasser an, Wasser ab, Zähne putzen. Wasser an, spülen, Wasser ab. Wasser an, Gesicht waschen, Wasser ab.
--> Hier wird also kein unnötiges Verschwenden von Wasser praktiziert, immerhin!

Nach dem Badezimmer folgt ein weiterer Gang ins Zimmer. Radio an, Schulsachen einpacken, Radio aus.
--> Hierbei handelt es sich oftmals um weniger als 5 Minuten. Schon wieder ist das Einstellen des Radios eine völlig überflüssige Geste.

Weiter geht’s zur Garderobe; anziehen, Velo ausparken, nach Widnau fahren. Dort holt mich eine Kollegin mit dem Auto ab und wir fahren gemeinsam zur PHR.
-->Dadurch, dass ich mit dem Velo bis nach Widnau fahre spare ich Zeit und meine Kollegin Benzin. Das Autofahren danach ist natürlich umstritten, aber immer noch besser als wenn beide mit ihren eigenen Autos dieselbe Strecke zurücklegen würden.

Spätestens jetzt war ich aufgrund all dieser Überlegungen schon ziemlich deprimiert. Als ich dann noch das Schulzimmer betrat und bereits 5 Laptops und der Beamer am Strom angeschlossen waren und auf Hochtouren liefen, beschloss ich, mich von nun an auf die grösseren Dinge zu konzentrieren.
Eine ganze Woche zu dokumentieren würde den Blog hoffnungslos überlasten und viel Zeit in Anspruch nehmen. Mir genügte ein aufmerksamer Morgen völlig um mir bewusst zu machen, wie viele Kleinigkeiten man ändern könnte, um etwas Aufmerksamer mit der Natur umzugehen.
Rechnet man all meine „kleinen Fehler“ auf, auf, sagen wir mal, die ganze Schweizer Bevölkerung, und zählt man alle groben Fehler (z.B. Flugzeuge, Heizung, Verkehr…) hinzu, verwundert es mich, dass überhaupt noch so viel von der Natur übriggeblieben ist.

Strom, Strom, Strom

Ich habe einmal bewusst darauf geachtet, wo ich mich verschwenderisch und sparsam verhalte. Beginnen möchte ich natürlich mit dem Positiven. Zuerst das Lob und nachher... Na ja.
Wie in meinem ersten Post beschrieben achte ich auf viele Dinge. Nicht unbedingt wegen der nachhaltigen Entwicklung, sondern weil es zur Gewohnheit wurde. Wenn ich einen Raum verlasse, dann brennt kein Licht mehr, ausser ich geh gleich wieder zurück (oder es ist noch Jemand im Raum.).Darauf achte ich auch bewusst. Ich spare damit Strom und die folgenden Kosten. Ausserdem lenken die vielen Lichtquellen nur ab.
Im Unterschied zu mir, achtet mein "Mitbewohner" (;-)) überhaupt nicht auf diese Dinge. Es fliesst der Strom, Strom, Strom... Immer wieder muss ich hinterher "löschen". Unterdessen habe ich ein Laut herausgefunden, den er zu deuten weiss. Eine Art Indianische Urlaute! Hört sich an wie; "Õ" (kurz). (Wenns euch interessiert, gebe ich gerne Unterricht darin.) So muss ich nicht schimpfen und er merkt trotzdem, was er vergessen hat. Super Ergänzung!
Natürlich bin ich auch keine Heilige. Das wäre doch ein bisschen zu anstrengend auf die Dauer! Wenn ich am Abend vor der Glotze sitze, mit meinem LapTop auf dem Schoss und natürlich alle Lichter im Wohnzimmer brennen, dann verhalte ich mich auch nicht sehr vorbildlich. Ja, und das Auto... Ich geb's ja zu, wäre sehr oft auch überflüssig. Aber soooooo bequem und vereinfacht die Lebensweise! Ja,ja..!
Dann noch ein kleiner hinweis: Im Ostschweizer Tagblatt, 3.April 07, hat es einen Artikel über die Abfalltrennung in der Stadt St.Gallen. Ist zwar nur mal ein Projekt, aber so beginnen grosse Invasionen!

Die Kooperation des Menschen


Die Frage, was das Leben sinnvoll und lebenswert mache, könnte durch sehr viele Zugänge beantwortet werden. Tatsächlich wird es auch so gemacht. Ein Zugang wäre sicher die Philosophie, ein anderer die Religion, wieder ein anderer die Geschichte und noch einer wäre die Biologie. So habe ich für diese Frage in meiner Diplomarbeit den neurobiologischen Zugang gewählt. Aus dieser Perspektive ist der Mensch dank Kooperation und für die Kooperation geschaffen. So grob zusammengefasst.
Es könnte im Folgenden nun darüber diskutiert werden, wie sehr dies zutreffe, aber stattdessen möchte ich kurz das Augenmerk auf einen anderen Blickwinkel lenken.
Nehmen wir an, wir lebten in einer idealen Welt, in der die neurobiologische Kooperation des Menschen höchstes gut wäre. Würde er folglich als die Gemeinschaft der Menschen über alles stellen. Wo bliebe dann die Natur in dieser ideellen Welt?
Folgendes Szenario: Wir leben in einer Welt in der sich der Mensch gegen die Kooperation entscheidet und die von Egoismus und Aggression durchzogen ist. Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Bedürfnisse ausserhalb von Kooperation zu befriedigen. Wie würde es da um die Natur stehen? Wie weit könnte sie nachhaltig entwickelt werden?

Dienstag, 1. Mai 2007

Pflästerliverhalten, Gips anlegen oder den Bruch vermeiden?

Mit Interesse habe ich Ihre Posts gelesen und bin teilweise sehr erfreut über die Tiefe der Gedankengänge und Schlussfolgerungen!

Ich beginne meinen Gedankengang mit der Richtigstellung, dass wir nicht 5000 Watt, sondern 6000 Watt verbrauchen und dass das visionäre Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft in gewissen Augen unabdingbar ist, wenn unser Leben nachhaltig sein soll – es ist wohl nicht nur ein Wunschdenken, sondern ein Zwang, der uns einholen wird. Denken wir nicht nur an uns, sondern an die vielen vielen Menschen, die in Indien, China und all den Staaten leben, welche (noch) nicht einen diesen beiden Ländern vergleichbaren wirtschaftlichen Aufschwung miterleben, dann leuchtet wahrscheinlich bald ein, dass der Energiehunger so wie bis anhin nicht gestillt werden kann.

Nun bleibt die Frage, ob unsere Gesellschaft es mit den von Ihren Eltern (das könnte bald ich sein) gut gemeinten Hinweisen (vgl. http://energie-verbrauchressourcen.blogspot.com/2007/04/die-erziehung-zur-nachhaltigen.html) genügend Energie „spart“ oder ob es bald einen Gips braucht.

Naja, man könnte die ganze Sache ja auch mal so herum betrachten, dass es nicht darum geht, Energie „zu sparen“, sondern darum, nicht soviel zu verbrauchen; oder noch positiver formuliert: ICH DARF 2000 WATT verbrauchen….MIT GUTEM GEWISSEN! Und alles, was darüber hinaus geht, soll ein schlechtes Gewissen schaffen: die Moralisten und Gewissenbeschwerer lassen grüssen!

Ich glaube da eher an die Wirtschaft, so wie es die Bank Sarasin macht (vgl. http://energie-verbrauchressourcen.blogspot.com/2007/04/mehr-energie-frs-portfolio.html): ich glaube daran, dass wir über wirtschaftliche Steuerungsprozesse als Staat es innerhalb von Jahrzehnten schaffen würden, viel Energie einzusparen, wenn der Wille da ist! Solange es aber beispielsweise immer noch das erklärte Ziel vieler Bürger ist, mit möglichst viel Gewicht um sich herum in der Gegend rumzukurven, sehe ich nicht rosa, sondern, sagen wir, grau! – Es gibt aber Hoffnung: die bald kommende CO2-Abgabe ist ein Schritt – eine Energieabgabe wäre konsequenter!

Falls sich zum Schluss vielleicht immer noch Zweifel in Bezug auf die Machbarkeit der 2000-Watt-Gesellschaft ausbreiten: besuchen Sie doch die Website „vom NEUEN ATLANTIS“: http://www.novatlantis.ch

– so, dass wir uns das Genick nicht brechen – das Bein ginge ja irgendwie noch!