
Die Frage, was das Leben sinnvoll und lebenswert mache, könnte durch sehr viele Zugänge beantwortet werden. Tatsächlich wird es auch so gemacht. Ein Zugang wäre sicher die Philosophie, ein anderer die Religion, wieder ein anderer die Geschichte und noch einer wäre die Biologie. So habe ich für diese Frage in meiner Diplomarbeit den neurobiologischen Zugang gewählt. Aus dieser Perspektive ist der Mensch dank Kooperation und für die Kooperation geschaffen. So grob zusammengefasst.
Es könnte im Folgenden nun darüber diskutiert werden, wie sehr dies zutreffe, aber stattdessen möchte ich kurz das Augenmerk auf einen anderen Blickwinkel lenken.
Nehmen wir an, wir lebten in einer idealen Welt, in der die neurobiologische Kooperation des Menschen höchstes gut wäre. Würde er folglich als die Gemeinschaft der Menschen über alles stellen. Wo bliebe dann die Natur in dieser ideellen Welt?
Folgendes Szenario: Wir leben in einer Welt in der sich der Mensch gegen die Kooperation entscheidet und die von Egoismus und Aggression durchzogen ist. Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Bedürfnisse ausserhalb von Kooperation zu befriedigen. Wie würde es da um die Natur stehen? Wie weit könnte sie nachhaltig entwickelt werden?
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