Freitag, 25. Mai 2007

Visionen haben und angehen

Dieser Artikel von Otto Herz hat verdeutlicht, dass Nachhaltikeit und zur Umwelt sorge tragen nicht eine Frage des Alters ist. Natürlich können nicht alle Themen gleichgut behandelt werden.
Was ich für mich mitnehme ist die Idee, mit der ganzen Schule ein Thema zu bearbeiten. Jede Alterstufe trifft sich und vertieft sich in einen Themenbereich, dabei erfahren sie die Auswirkungen des Handelns. Wenn man nun gemeinsam ein Projekt angeht, in dem man versucht etwas zur Verbesserung der Welt beizutragen, dann tut man nicht nur etwas gutes für andere, sondern auch für sich. Das Gemeinschaftsgefühl und Zusammengehörigkeitsgefühl der Schule, der Klasse, der betreffenden Personen wird gestärkt.
Um Geld für die Unterstützung Benachteiligter zu sammeln gibt es einige Möglichkeiten: ein Spendenlauf, ein Flohmarktverkauf oder ein Auftritt (Theater, Musik, Sketche...) mit Kollekte oder kleinem Eintitt. Und das mit geringem Aufwand im Verhältnis zur Wirkung. Natürlich ist die Schule nicht zuständig, die ganze Armut zu bekämpfen, aber sie soll darauf hinweisen. Weiter soll sie Möglichkeiten zeigen und in Angriff nehmen, die die Armut bekämpfen. (nicht omnipotent, aber erst recht nicht impotent!)
In der einzelnen Klasse ist es auch möglich eine Verzichtwoche zu veranstalten. Jedes Kind verzichtet eine Woche lang auf etwas. Fernsehschauen, Internet und Strom sparen, Lebensmittel aus dem Ausland, ect. Da gibt es viele Möglichkeiten. Danach soll eine Auswertung stattfinden und Auswirkungsmöglichkeiten auf die Gesellschaft erarbeitet werden.
Dies alles funktioniert nur, wenn die ganze Schule, die Klasse, jede einzelne Person eine Vorstellung hat, wie die Welt ohne (Bsp Armut) ausehen könnte. Denn das ist das Ziel, das angestrebt wird.
„Wenn das leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv sich anzustrengen.“ (Erich Fromm)

4 Kommentare:

nadine hat gesagt…

Ich finde die Idee mit der verzichtwoche spannend. Ich bin mir sicher, dass es in den Köpfen der Kinder etwas bewirken würde, wenn auch nur kurzfrisitg. Es ist wichtig, dass sich die Kinder annähernd vorstellen können, wie sich Kinder in Armut fühlen müssen und unter welchen Bedinugungen sie zu leben haben.

bischi hat gesagt…

Die Idee eines Projektes im ganzen Schulhaus hat mir auch sehr gut gefallen! Meiner Meinung nach erhält die Aktion so etwas mehr Gewicht, als wenn eine Einzelklasse ein Projekt zur nachhaltigen Entwicklung startet. Die Förderung des Wir-Gefühls, die du angesprochen hast empfinde ich als einen positiven Nebeneffekt!

Miracle hat gesagt…

Ich finde die Idee einer Verzichtwoche super. So können die Kinder sich in andere Kulturen und Gesellschaften hineinfühlen. Sie werden sich bewusst, wie viel sie haben und wie wenige Menschen in den Genuss des Luxus kommen, der hier in der Schweiz vorherrscht.

Visuala hat gesagt…

Die Idee mit der Verzichtwoche finde ich sehr gut. Ich habe selbst bemerkt, dass unsere 'Süchte' oft nur Gewohnheit sind. Als ich noch bei meinen Eltern wohnt, schaute ich meist am Abend die Nachrichten und einen Film. Seit ich jedoch in meiner WG wohne, haben wir keinen Fernseher mehr. Somit ist die Möglichkeit für den allabendlichen Film gestrichen. Doch ich musste feststellen, dass es mich eigentlich gar nicht gross stört. Man hat so viel mehr Zeit für andere, teils wichtigere Dinge. Ich bin mir sogar am überlegen, ob ich in meiner künftigen Wohnung überhaupt einen Fernseher haben möchte.