Donnerstag, 19. April 2007

Die Erziehung zur nachhaltigen Entwicklung

Wir gehören ja zu der Generation, die durch die Eltern zur nachhaltigen Entwicklung erzogen worden sind. Na ja, bewusst war es uns ja nicht. Trotzdem haben sich gewisse Verhaltensweisen automatisiert: Ich lösche das Licht, wenn ich einen Raum verlasse und nicht gleich zurückkehre; Ich stelle den Wasserhahn ab, wenn ich am Zähneputzen bin; Ich dusche eher, als in der Badewanne zu baden, obwohl ich Baden liebe ( doch zur Zeit habe ich ja eh keine); Um Energie beim Kochen zu sparen, legt man den Deckel auf die Pfannen; Wenn ich im Winter lüften muss, dann nur kurz oder die Heizung wird heruntergedreht; Die Heizungen laufen eigentlich nie, auf der höchsten Stufe; Beim Waschen der Wäsche, achte ich darauf, dass die Trommel voll ist, bez. ich wasche nicht einzelne Stücke; Wenn ich ein Gerät nicht brauche, dann stelle ich es ganz ab oder stecke es aus; In der Nacht werden sowieso alle Geräte abgestellt und ja nicht den StandBy Knopf vergessen!
Das klingt zwar sehr stur und streng, aber es wurde uns nicht eingetrichtert. Die Eltern haben es vorgemacht und wir imitierten ihr Verhalten. Irgendwann fragte man mal nach:
"Warum muss ich das Licht löschen? Warum soll ich das Wasser abstellen?"
Meistens waren die Antworten nicht in erster Linie auf die nachhaltige Entwicklung bezogen. Es wird halt Geld damit gespart. Das ist für Kinder schon sehr einleuchtend. Was wäre, wenn wir ihnen aber antworten würden: "Damit ihr in 10 Jahren auch noch Wasser habt."? Würden sie noch mehr auf ihr Verhalten achten? Könnten sie dies überhaupt realisieren und verstehen?
Ich glaube, das wäre einmal eine Antwort, die man ausprobieren müsste. Nicht alle können mit Geld gut umgehen, aber wenn sie wissen würden, dass irgendwann die Ressourcen aufgebraucht sind und zwar in absehbarer Zeit, dann würde es sicherlich das Bewusstsein noch verstärken. Vor allem wenn thematisiert wird, was das für Folgen für uns hat. Für uns hier, nicht nur für die Menschen dort.

2 Kommentare:

Visuala hat gesagt…

Die Erziehung zur nachhaltigen Entwicklung habe ich ja eigentlich schon bekommen. Doch ob sie bei mir wirklich so viel genützt hat, ist fraglich.. ;) Ich bin wohl das typische Beispiel, wie das mit der Erziehung nicht so ganz klappt. Eine typische Energieverschwenderin.
Aber wenn man sich einmal vorstellt, wie viel man eigentlich an Geld sparen könnte, wenn man sich ein bisschen an der Nase nimmt, ist es irgendwie schon krass. Es wird einem wohl erst so richtig bewusst, wenn man einen eigenen Haushalt führt und bei der Stromrechnung selbst zur Kasse gebeten wird. :)

Miracle hat gesagt…

Irgendwie beruhigend, dass wir gewisse Energiesparmassnahmen verinnerlicht haben. Leider ist mein Gewissen aber geplagt von all den Bequemlichkeiten die ich mir tagtäglich erlaube. Egal ob Auto, Badewanne oder Internet, alles irgendwie schädlich für unsere Umwelt. Trotzdem ist für mich ein Leben ohne diese Dinge (und noch viiiele viele mehr) nur schwer vorstellbar.

Janine Oesch