Donnerstag, 26. April 2007

CO2 vs. Energie

Ich habe diese Woche im 20 Minuten den folgenden Artikel entdeckt:

CO2-Reduktion wichtiger als Energiesparen


Auch im günstigsten Fall kann der Energieverbrauch in der Schweiz bis 2050 laut einer Studie um höchstens 30 Prozent gesenkt werden. Entscheidend für den Klimawandel ist deshalb eine möglichst rasche Reduktion der CO2-Emissionen.


Im Artikel wird weiter beschrieben, dass in der Schweiz momentan rund 5000 Watt pro Jahr und Kopf verbraucht werden. Um den Klimawandel im positiven Sinne zu beeinflussen, müsste der Verbrauch auf 2000 Watt pro Jahr und Kopf reduziert werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Alexander Wokaun zeigen auf, dass im besten Fall eine Reduktion auf 3500 Watt stattfinden wird bis im Jahr 2050.

Noch wichtiger aber, als die Einsparung der Energie, sei die möglichst rasche Reduktion des CO2 Ausstosses. Um die Klimaerwärmung in Grenzen zu halten, müssten die CO2 Emissionen bis im Jahr 2050 um bis zu 50% gesenkt werden. Das ist etwas sechsmal weniger als heute!
Unter anderem kann der CO2 Ausstoss vor allem in der Industrie gesenkt werden, dazu wird aber wiederum mehr Strom benötigt, um die Maschinen anzutreiben.

Im Bau und im Verkehr können aber CO2 und Energieverbrauch reduziert werden. Neue Bauten brauchen weniger Energie bzw. Strom und stossen weniger CO2 aus.


Es macht den Anschein, als befänden wir uns in einem Teufelskreis aus dem wir nur schwer einen Weg hinaus finden. Einer dieser Wege führt sicher über die erneuerbaren Energien. Leider sind diese aber noch nicht völlig ausgereift um alle anderen Arten von Energien zu ersetzen.

Nachhaltigkeitsdreieck
Ökonomie:
Der Artikel erinnert daran, dass vor allem in der Industrie sehr viel Energie gebraucht wird und auch hohe Mengen an CO2 ausgestossen werden. Es gibt Möglichkeiten diese Werte zu reduzieren, doch diese Reduktion wirkt sich durch den höheren Stromverbrauch wieder in gewisser Weise auf die Wirtschaft aus. Es muss mehr Strom produziert werden, es braucht zusätzliche Atomkraftwerke und die Umstellung auf alternative Stromversorgung kann wieder nicht umgesetzt werden.

Ökologie:
Falls es uns gelingt die beiden Risikofaktoren zu reduzieren, wird sich das Klima wieder etwas normalisieren. Durch die Reduktion wird mehr auf erneuerbare Energien umgestellt, dafür wird (wie oben schon erwähnt) wider auf Atomkraft gesetzt. Dieser Umstand wirkt dann wiederum belastend auf die Ökologie.

Soziales:
Wenn sich das Klima wieder normalisiert, geht es den Menschen besser. Die Umweltbelastungen bekommen wir jeden Tag zu spüren. Zum Beispiel Atembeschwerden aufgrund von Feinstaubbelastung, oder Allergien wegen massivem Pollenflug. Diese Belastungen können durch die Reduktion von CO2 Ausstoss und Energieverbrauch gemildert werden. Dafür gibt es eine neue Gefährdung durch neue Atomkraftwerke.

2 Kommentare:

avenira2 hat gesagt…

Hätte ich das Geld dazu, würde ich sofort ein Auto mit umweltfreundlichem, bez. umweltschädlichem Treibstoff kaufen. Noch ist die Öllobby einfach zu stark... Da müssten mal die, die das Geld haben mit gutem beispiel voran gehen, dann können sich solche Alternativen auch durchsetzen.
Es gibt ja autofreie Sonntage, so als projekt könnte man mal ausprobieren, ob wir auch einen ganzen Sonntag ohne Energie auskommen können. D.h. die Stromzufuhr müsste abgestellt werden, damit uns das leichter fallen würde. Oder einen Tag PHR ohne Strom. Zurück zu Mönchs Zeiten!
Ich würde auch eine Laterne organisieren!

Simone hat gesagt…

"In der Schweiz momentan rund 5000 Watt pro Jahr und Kopf verbraucht. Um den Klimawandel im positiven Sinne zu beeinflussen, müsste der Verbrauch auf 2000 Watt pro Jahr und Kopf reduziert werden." Bei diesem Zitat aus deinem Beitrag kommt mir die Aussage eines Energieexperten in den Sinn, der sagt, dass wir in unseren Haushalten den Stromverbrauch 10% verringern könnten, indem wir alle Geräte, die im Haushalt rund um die Uhr auf Standby laufen, vom Netz nehmen würden. Dies hat mich beeindruckt, muss ich sagen. Ich habe mich bei mir zu Hause umgeschaut und muss schon sagen, dass es einige Geräte (Fernseher, Kaffemaschine, HiFi,...) gibt, die man durch schaltbare Steckleisten vom Stromnetz nehmen könnte. Momentan habe ich persönlich noch nichts unternommen, aber es ist ein festes Vorhaben, denn viel Aufwand ist diese Veränderung ja nicht...

Simone Schälli, LG 04 F