Dienstag, 29. Mai 2007

Besucherin oder Angehörige?

Ganz in der Nähe unseres Hauses befindet sich ein kleines Naturschutzgebiet. Bei schönem Wetter gehe ich gerne dort spazieren oder setze mich an meinen Lieblingsplatz am kleinen See um ein wenig zu entspannen. Die kleinen Ausflüge dorthin sind für mich jeweils eine Auszeit von all dem Stress und der Hektik, welche momentan vor allem von der PHR ausgelöst werden. Die Geräusche des Wassers und der Tiere, die dort leben, haben eine beruhigende Wirkung auf mich. Es gelingt mir dann jeweils abzuschalten und einfach nur zu schauen, was sich um mich herum befindet. Spannend ist auch, dass man sehr viele verschiedene Tiere sehen kann, wenn man weiss, wo man sie suchen muss.

Dass ich nur ein ganz kleiner Teil der Natur bin, wird mir immer dann bewusst, wenn ich Berichte über Naturkatastrophen sehe. Obwohl wir Menschen sehr viele nützliche Dinge erfunden haben und uns bereits sehr viel Wissen aneignen konnten, sind wir machtlos bei solchen Katastrophen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Natur beweist uns so immer wieder, dass wir eben nur ein Teil von ihr sind und sie nicht steuern können.

Verbunden fühle ich mich mit der Natur insofern, dass sie meine Befindlichkeit zum Teil erheblich beeinflussen kann. Wenn ich früh Morgens aufwache und sehe, dass draussen die Sonne scheint, starte ich meist motiviert und gut gelaunt in den Tag. Liege ich aber Morgens im Bett und höre, dass es draussen stürmt und regnet, habe ich eher das Bedürfnis, mich den ganzen Tag im Bett zu verkriechen, als mich aufs Velo zu setzen und in Richtung Schule zu fahren. Auch meine gute Laune leidet jeweils sehr bei Regenwetter.

Den grössten Teil der Zeit bewege ich mich aber durch die Natur und bin mir nicht direkt bewusst, dass ich eigentlich auch dazu gehöre und ein Teil von ihr bin. Meistens fühle ich mich eher als Besucherin und Zuschauerin und nicht als Angehörige oder dazugehörend.

1 Kommentar:

Stefanie Tiefenauer LG04G hat gesagt…

Auch ich habe ein Lieblingsort in der Nähe von meinem zu Hause. Es ist sehr entspannend, auf einem Bänkchen zu sitzen und die Natur zu geniessen.
Du hast die Naturkatastrophen angesprochen. Auch wenn ich jeweils davon höre, werde ich nachdenklich. Wenn nämlich die Menschheit besser auf die Natur aufpassen würde,wären die Chancen kleiner, dass solche Ereignisse geschehen!